Konzerte 2019
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Philosophie
Sinfonia³
Mozart, Mendelssohn und Johann Christian Bach
Sinfonia

Programm
Johann Christian Bach (1735–1782) Sinfonia g-Moll op. 6/6
Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791) Sinfonia concertante
für Violino, Viola und Orchester Es-Dur KV 364
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) Sinfonia für Streicher Nr. 12 g-Moll


Zum Programm
Sinfonia hoch drei? Aber sicher! Drei Werke von drei Komponisten, dazu jede Sinfonia aus drei Sätzen bestehend, die insgesamt bloss drei Tonarten verwenden – wobei Mozarts «Sinfonia concertante» erst noch ein virtuoses Drei-Gespräch aus Violine, Viola und Orchester darstellt: Bei soviel Dreizahl ist ein «hoch drei» doch angebracht.
Um die Sache etwas weiterzuspinnen: Mit «hoch drei» geht auch alles in die dritte Dimension, wird die Fläche zum Körper, das Gemälde zur Skulptur. Und genau so wird das Stella Maris Orchestra die Werke auch erklingen lassen: Plastisch modelliert, bald geschmeidig wie die Glieder eines Tänzers, bald sinnlich wie eine Skulptur zum Anfassen. Denn das Stella Maris Orchestra spielt das Konzertprogramm auf historischen Instrumenten, und das bedeutet: Die Leuchtkraft von Naturhorn & Co, der Farbenreichtum darmbesaiteter Streichinstrumente, die Artikulationsvielfalt der historisch informierten Interpretationspraxis.


Zu den Werken
Im Mittelpunkt steht Wolfgang Amadé Mozarts wunderbare «Sinfonia concertante» von 1779, interpretiert von zwei Solistinnen aus dem Stella Maris Orchestra selbst: Die Konzertmeisterin Renate Steinmann und die Bratschenstimmführerin Susanna Hefti sind nicht nur international ausgewiesene Expertinnen der historischen Praxis, sondern prägen als Mitgründerinnen das Stella Maris Orchestra musikalisch entscheidend.
Davor erklingt die g-Moll-Sinfonia op. 6, Nr. 6 von Johann Christian Bach. Dass dieser der jüngste Sohn von Johann Sebastian Bach war, ist hier weniger von Belang als sein ohrenfälliger Einfluss auf den jungen Mozart: 1764/65 begegnen sich die beiden in London, wo J.C. Bach als Opern- und Orchesterkomponist Erfolge feiert und dabei genau jene Synthese europäischer Musikstile pflegt, die auch für Mozart vorbildhaft wird.
Den Schluss macht die Streicher-Sinfonia in g-Moll von Felix Mendelssohn-Bartholdy, der hier zeigt, dass er mit 14 Jahren bereits alles kennt und kann. Er wirbelt mit Kompositionstechniken und -formen (die natürlich auf Bach und seine Söhne genauso verweisen wie auf Mozart) – und macht daraus wahrhaft poetische Musik. Vielleicht meinte Robert Schumann gerade diese Fähigkeit, aus Vergangenheit Zukunft, aus Können Kunst zu machen, als er Mendelssohn den «hellsten Musiker, der die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt» nannte; den «Mozart des 19ten Jahrhunderts».


Mitwirkende
Stella Maris Orchestra (auf historischen Instrumenten)
Renate Steinmann, Violine
Susanna Hefti, Viola

Cristoforo Spagnuolo, Leitung


Aufführung
Freitag, 13. September 19.30 Uhr Klosterkirche Wettingen Reservation